PRESSEMITTEILUNG zur Einigung über die Auszahlung von Geldern aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)

Zur Kabinettseinigung über die Auszahlung von Geldern aus der Gemeinsamen Agrarpolitik erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag:

„Dass Agrarsubventionen künftig an mehr ökologische Standards geknüpft werden, ist lediglich ein Schritt. Was wir brauchen, ist jedoch ein echter Systemwechsel. Dabei müssen ökologische, soziale und gesellschaftliche Ziele in der Landwirtschaft zusammen gedacht werden.“

Eine vielfältige, regionale und kleinteilige Landwirtschaft hat eine wichtige Bedeutung für die Biodiversität. Ökologisierung und der Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft sind deshalb untrennbar. Unsere bäuerlichen Betriebe brauchen dafür eine echte Zukunftsperspektive. Das geht nur mit einer Neuausrichtung der Europäischen Agrarpolitik (GAP) durch eine Gemeinwohlprämie mit einer Honorierung einer kleinteiligen Bewirtschaftung und bäuerlichen Erzeugung.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner muss endlich die Konsequenzen ziehen und Agrargelder gerechter verteilen und gezielt kleinere und mittlere Betriebe unterstützen, statt Agrarholdings und Kapitalinvestoren. Wir brauchen deshalb neben einer Umverteilung auf die ersten Hektar auch eine Kappung und Verringerung der Agrarzahlungen und eine gemeinsame Veranlagung verbundener Unternehmen.“