Kleine Anfrage: Brancheninitiative Milch

„Die Bundesregierung bleibt auf dem bäuerlichen Auge blind. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt spricht vom Erhalt kleiner Betriebe aber tut nichts dafür. Seit 2010 haben mehr als 25 Prozent der Milchbetriebe aufgegeben und die Milchindustrie lässt die kleineren Betriebe außen vor.

 

Eine Branchenorganisation muss deutlich die Milcherzeuger stärken, nicht die Molkereien. Es ist ein Skandal, dass Erzeugerpreise nachträglich durch die Molkereien festgesetzt werden dürfen. Das führt zu einer einseitigen Abwälzung des Marktrisikos auf die Milchbauern. Stattdessen müssen wir die Milcherzeuger stärken, indem wir die Kopplung von Lieferbedingungen und Mitgliedschaften in den Genossenschaften lockern. Die zweijährigen Kündigungsfristen vieler Molkereien sind viel zu lang. Diese Vertragsmodelle müssen geändert werden.

 

Bundesminister Schmidt spricht halbherzig von Qualität aber setzt weiterhin auf Billigexporte für den Weltmarkt. Wer wirkliche Qualität will, der muss regionale Spitzenprodukte und lokale Strukturen fördern. Dieses Denken bleibt Minister Schmidt vollkommen fremd.“

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