Friedrich Ostendorff MdB

Der grüne Bauer im Bundestag  

Gesetze und Verordnungen an Handwerksbetriebe anpassen

Zum gestrigen Fachgespräch Handwerksbetriebe entlasten – Bürokratie abbauen, erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der „Freien Bäcker, Bundesverband Regionalbewegung, Regional-Marketing Norder Fleisch, Vereinigung Norddeutscher Direktvermarkter und Neuland wurde über die Probleme des landwirtschaftsnahen Handwerks diskutiert.
Dabei wurden zahlreiche Benachteiligungen des Handwerks, einer wesentlichen Stütze des gebeutelten ländlichen Raumes, dargestellt. Kernergebnis: Das Handwerk sorgt für Nahversorgung, Ausbildungs- und Arbeitsplätze und darf in Bezug auf bestimmte Regelungen nicht an der Großindustrie gemessen werden, die sich allzu gern mit den schönen ländlichen Bildern der Kleinbetriebe schmückt.
Das Handwerk muss neu und für die Kundschaft sichtbar definiert werden, damit sich die guten Produkte von der Massenware der Industrie absetzen und die Behörden angemessen ihre Kontrollen durchführen können ohne die Handwerksbetriebe mit ihren kleinen Strukturen und anders gearteten Betriebsabläufen kaputt zu machen. Ein Beispiel von vielen, das zeigt worum es geht: Ein Metzger mit drei Mitarbeitern – als letzter Nahversorger im Dorf – muss den bereits verpackten Fleischsalat anders versteuern als den Salat, den er vor Ort ein-füllt und das für jedes Döschen einzeln. Diesen und ähnlichen Unfug wollen wir langfristig beseitigen.
Diese Veranstaltung war erst der Auftakt für weitere Runden, die in zu ändernde Gesetze   und Verordnungen  gegossen  werden  sollen, um dem Handwerk zu helfen. Lebensmittelhandwerk,  die Bäcker und Fleischer, aber auch der Hofladen  oder Marktbeschicker sind wesentlich Elemente für lebendige ländliche Räume.