Düngeregeln: Minister Schmidt muss den Fuß von der Bremse nehmen

Zur morgigen Abstimmung über die Stoffstrombilanzverordnung im Bundesrat erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Minister Schmidt muss jetzt endlich den Fuß von der Bremse nehmen und sich nicht weiter gegen Verbesserung beim Grundwasserschutz stellen.
Statt gemeinsam nach Lösungen mit den Ländern zu suchen, versucht Bundesminister Schmidt das durchzusetzen, was ihm der Deutsche Bauerverband vorgibt.
Schmidt versucht alle Vorschläge wieder aufzuweichen und riskiert zum Vorteil von Großbetrieben so weiterhin drastische Strafzahlungen von Deutschland an Brüssel.
Und die Bauern werden allein gelassen. Denn sie warten auf eine Klarstellung, damit sie wissen, was bald zu tun ist. Statt für Klarheit zu sorgen, versucht ein unfähiger Bundesminister Schmidt in letzter Minute mit Rechentricks in der Stoffstrombilanz-Verordnung dafür zu sorgen, dass die großen Betriebe, die jetzt schon Hurra schreien, zukünftig mehr Gülle auf die Felder bringen dürfen als vor dieser Verordnung. Diese Politik wird mittelfristig allen Schaden.
Die Zeche zahlen die Bürgerinnen und Bürger doppelt - mit den immer höheren Preisen für die Reinigung von Grundwasser und durch Strafgelder an Brüssel, weil Bundesminister Schmidt den Job nicht erledigt, für den er bezahlt wird.