Antwort auf eine schriftliche Frage zum Fipronil-Skandal

Link führt zur schriftlichen Frage

Landwirtschaftsminister Schmidt hat Verbraucherinnen und Verbraucher unnötigen Gefahren ausgesetzt, weil er zu zögerlich handelte. Anstatt sofort nach der ersten Meldung aus Belgien am 20. Juli tätig zu werden, hat er sich blind auf die belgische Aussage verlassen, dass keine Eier aus Belgien nach Deutschland gelangt seien. Diese Annahme war falsch und fahrlässig. Angesichts der intensiven Handelsbeziehungen mit Belgien war es äußerst unrealistisch, einen Export nach Deutschland auszuschließen. Statt zwei Wochen verstreichen zu lassen, hätte die Bundesregierung zum Schutz der Bevölkerung umgehend eigene Untersuchungen einleiten müssen. Auch das Bundesamt für Risikoberwertung BfR hat durch seine zögerliche Bewertung nicht ausreichend zur Aufklärung beigetragen. Durch die Versäumnisse von Minister Schmidt waren Verbraucherinnen und Verbraucher zwei weitere Wochen der Fipronil-Gefahr ausgesetzt.