Pressemitteilung: Zur Situation in der Schweinehaltung

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30. August 2018

Die Situation in der Schweinehaltung kommentiert Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen:

„Warme Worte reichen nicht aus. Die Zeit läuft gegen die Sauenhalter, und sie wissen es. Seit 2013 ist das Ausstiegsdatum verbrieft. Ministerin Klöckner und ihr Vorgänger haben nichts dafür getan, um Wissen und Verständnis für die bestehenden Methoden wie Inhalationsbetäubung und Immunokastration zu verbreiten. Die Inhalationsbetäubung funktioniert. Und es gibt kein schlüssiges Argument gegen die Immunokastration. Sogar die Futterverwertung der so behandelten Tiere ist deutlich besser, die Tierhalter könnten mit dieser Methode mehrere Fliegen mit einer Klatsche schlagen. Doch die Fleischwirtschaft will das nicht. Das Grummeln der Fleischmagnaten wiegt mehr als das Votum von 80 Millionen Verbrauchern für mehr Tierschutz. Bestehende Methoden blockieren und Lösungen verweigern, das war die Strategie des BMEL. Jeglichen Fortschritt beim Tierschutz als Teufelswerk verkaufen, statt das unbedingt nötige Vertrauen der Gesellschaft in die Tierhalter aufzubauen. Die Kastration wird weitergehen, es wird unschöne Bilder von Fehlbetäubungen und schreienden Ferkeln geben, und die Bauern werden alleine gelassen. Das BMEL und der halsstarrige Bauernverband sind verantwortlich für diese unsägliche Situation.“