PRESSEMITTEILUNG zur Afrikanischen Schweinepest in Deutschland

Zum ersten bestätigten Fall von Afrikanischer Schweinepest in Deutschland erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag:

„Nach der Bestätigung des amtlichen Verdachts auf Afrikanische Schweinepest bei einem verendeten Wildschwein im Brandenburgichen Schenkendöbern ist der lange befürchtete Katastrophenfall da. Jetzt muss entschlossen und besonnen agiert werden, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Wir brauchen schnell Antworten darauf, wie viele Schweine im absoluten Speerkreis betroffen sind, um das Ausmaß abschätzen zu können. Denn die Auswirkungen auf die Hausschweine landwirtschaftlicher Betriebe können gravierend sein und den Tod tausender Tiere bedeuten. Die Schweinebäuerinnen und -bauern sind in hoher Alarmstimmung. Sollte China seine Drohung wahr machen, die Märkte zu sperren, wären die Auswirkungen auf den Schweinemarkt wahrscheinlich dramatisch und die Preise würden unter schwersten Druck geraten. China ist bei weitem der wichtigste deutsche Exportmarkt für Schweinefleisch. Es zeigt sich wieder einmal, dass eine sehr hohe Konzentration der Schweinehaltung in Regionen eine besondere seuchenhygienische Gefahr bedeutet. Bundesministerien Julia Klöckner muss auch endlich Antworten darauf geben, wie die Dezentralisierung und Entzerrung der Schweinehaltung und der Schlachtung in Deutschland erreicht werden kann.“