Pressemitteilung: Ostendorff fordert Moratorium für Tiertransporte in außereuropäische Länder

STATEMENT 26.09.2018

Friedrich Ostendorff fordert ein Moratorium für Tiertransporte in außereuropäische Länder

Zur Ablehnung des Antrags „Moratorium für Tiertransporte in außereuropäische Länder aussprechen“ in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„Es ist bedauerlich, dass Union und auch SPD weiter an den leidvollen Tiertransporten über viele Tausend Kilometer festhalten. Das Geschäft mit dem Export von zumeist trächtigen weiblichen Rindern in die Türkei, nach Russland oder gar bis nach Usbekistan boomt. Wir können uns leider nicht darauf verlassen, dass die Regeln der europäischen Transport-Verordnung eingehalten werden. Es muss vermutet werden, dass die Transportdauer überschritten und notwendige Rastzeiten für die Tiere nicht eingehalten werden. Sobald die LKWs die europäische Grenze überquert haben, sind die Tiere völlig im Stich gelassen. Gerade in den sommerlichen Hitzemonaten ist der Transport eine ungeheure Tortur. Deshalb haben wir ein Aussetzen der Transporte gefordert, bis die Strukturen der Rückverfolgbarkeit und das Netz an Versorgungsstationen glaubhaft gewährleisten können, dass die Strapazen für die Tiere ertragbar gestaltet werden. Doch leider wiegt das wirtschaftliche Interesse der Agrarindustrie schwerer als das Recht der Tiere auf Unversehrtheit.“

Unseren Antrag finden Sie hier.