Pressemitteilung: Ein Schritt vor und drei zurück im Tierschutz

Ein Schritt vor und drei zurück im Tierschutz

Zum Welttierschutztag am 4.10. erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen:

Die Liste der unerledigten Aufgaben wird länger und länger. Die für Tierschutz zuständige Ministerin Klöckner steht vor einem Berg unerledigter Probleme. Desaströs wurde in den vergangenen Monaten mit dem anstehenden Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration umgegangen. Aussitzen und Wegducken statt Verantwortung übernehmen und gestalten. Die Fraktionen der Koalition sollen nun die Drecksarbeit machen, damit das Image von Ministerin Klöckner unbefleckt bleibt. Dass ein Gelingen des Vorhabens für 20 Millionen Ferkel jährlich bedeutet, ohne Betäubung operiert zu werden, ist tragisch.

Auch beim Vermeiden des millionenfachen Tötens männlicher Eintagskücken gibt es keine Fortschritte. Seit Jahren werden innovative Lösungen versprochen, doch Expert*innen halten sich bei Nachfragen sehr bedeckt.

Es muss sich grundsätzlich etwas ändern im Landwirtschaftsministerium, um das Staatsziel Tierschutz endlich zu realisieren. Wir fordern, die Bedürfnisse der Tiere ernst zu nehmen und nicht für eine zukunftsfeindliche, industrielle Tierhaltung zu ignorieren.