Statement zu Ministerin Julia Klöckners Äußerungen zum Tierwohllabel

Zu den Äußerungen von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Gestaltung eines Tierwohllabels (zB Rheinische Post) erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Die neue Ministerin macht genau da weiter, wo ihr Vorgänger Schmidt so glücklos aufgehört hat: bei den Ankündigungen. Ein freiwilliges Label ist mangelhaft, weil umfassende Änderungen jenseits von Spartenlösungen zwingend notwendig sind. Wieso sollen nur manche Tiere von einer kürzeren Transportdauer oder besseren Haltungsbedingungen profitieren, der Großteil der jährlich 60 Millionen geschlachteten Schweine aber nicht? Wir wollen mutige gestaltende Entscheidungen, um den Tierschutz und die Transparenz bei Lebensmitteln spürbar zu verbessern.

Schluss mit dem Stückwerk, wir fordern eine verpflichtende Haltungskennzeichnung mit verbesserten Mindeststandards um das Leiden in den deutschen Ställen endlich zu lindern. Ministerin Klöckner ist in der unangenehmen Lage, dass ihre Ankündigungen dem gesellschaftlichen Konsens und den Initiativen der Wirtschaft hinterherhinken. Jetzt muss sie liefern.