STATEMENT zum Nährstoffbericht NRW

STATEMENT

zur Veröffentlichung des Nähstoffberichts Nordrhein-Westfalen 2017

Friedrich Ostendorff MdB, Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen

„Die Ministerin hat sich bei der Bewertung des Nährstoffberichts für ein Verschweigen der Missstände entschieden – ein mittlerweile vertrautes Vorgehen im Ministerium. Doch die Autoren des Nährstoffberichts haben die Knackpunkte selbst aufgeschrieben:

–          Der Stickstoffüberschuss der Landwirtschaft in NRW noch immer deutlich zu hoch.

–          Die festgelegten Zielwerte werden bisher stark überschritten.

–          Die Anstrengungen zur Reduktion der Stickstoffüberschüsse müssen daher deutlich erhöht werden.

–          Die Verlagerung von Problemen durch Wirtschaftsdüngertransporte ist nicht ausgeschlossen.

–          Über eine Begrenzung der Viehbestände in Deutschland ist zu diskutieren.

Ich fordere die Ministerin auf, aktiv und ohne Scheuklappen nach Lösungen zu suchen. Niemand hat etwas davon, bestehende Probleme zu verschweigen. Frau Schulze Föcking ist der gesamten Bevölkerung von Nordrhein Westfalen verpflichtet. Sie muss für sauberes Wasser, reine Luft und den Erhalt der Artenvielfalt sorgen. Sie darf nicht zu Lasten aller NRWler die Hand schützend über die industrielle und exportorientierte Schweineproduktion halten.“