Pressemitteilung: Milchmenge stabilisieren!

Milchmarkt: Langfristig die Milchmenge stabilisieren

Zur Situation auf dem Milchmarkt erklärt Friedrich Ostendorff (MdB):

Um einer nächsten Krise auf dem Milchmarkt vorzubeugen, muss die Milchproduktion langfristig stabilisiert werden. Dafür braucht es die Anstrengungen der ganzen Branche. Die Molkereiunternehmen müssen deshalb endlich Maßnahmen entwickeln, die Produktionsmenge dem Bedarf anzupassen, so wie es Friesland-Campina in der Vergangenheit vorbildlich vorgemacht hat.

Bereits seit dem letzten Sommer liegt die Milchproduktion über dem Vorjahreswert. Wenn wir nicht jetzt frühzeitig reagieren, ist die nächste Krise vorprogrammiert. Das können wir uns nicht leisten. In der letzten Krise 2015/2016 haben wir 7295 gute bäuerliche Betriebe verloren. Das darf nicht wieder passieren.

Der Übergang zu Festpreismodellen ohne Maßnahmen zur Anpassung der Menge reicht nicht aus. Das kann zu einer Abwärtsspirale beim Preis und zum Ausscheiden gerade der guten kleinen und mittleren Betriebe in Randlagen führen. Das ist aber keine Perspektive. Wir müssen die Milcherzeugung in der Fläche erhalten. Auch eine Absicherung an Warenterminmärkten bringt keine grundsätzliche Lösung. Dadurch steigt nicht das Preisniveau. Im Gegenteil, die Transaktions- und Bürokratiekosten müssen letztendlich die Milchbäuerinnen und –bauern über niedrigere Auszahlungspreise tragen.

Deshalb sind jetzt die Molkereien gefordert endlich Maßnahmen zum finanziellen Ausgleich einer Mengenreduzierung vor zu legen und Programme für mehr Qualität und Wertschöpfung zu entwickeln, statt auf Massenproduktion für den Weltmarkt zu setzen. Friesland-Campina hat in der Vergangenheit Verantwortung übernommen und gezeigt, wie eine Mengenreduzierung auf Molkereiebene wirkungsvoll umgesetzt werden kann. Dieses Beispiel muss Schule machen.