Pressemitteilung: Ostendorff zu JEFTA

Japanische Landwirtschaft nicht auf dem Altar des Freihandels opfern

Zur Verabschiedung des Freihandelsabkommens mit Japan (JEFTA) erklärt Friedrich Ostendorff MdB, Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/ Die Grünen:

Die streng geschützte und sehr kleinteilige japanische Landwirtschaft darf nicht auf dem Altar des Freihandels geopfert werden. Japan hat ganz besonders hohe Vorstellungen von Qualität bei Lebensmitteln und ein tief verwurzeltes Kulturverhältnis und eine außerordentliche Wertschätzung gegenüber seiner Landwirtschaft, ganz besonders für den ökologischen Landbau. Das geht weit über das europäische Vorstellungsvermögen hinaus.

Das neue Freihandelsabkommen gefährdet dieses wertvolle, traditionelle Kulturgut. Wieder zählen nur rein wirtschaftliche Argumente. Deutschland braucht Abnehmer für seine Industrieschweine – reine Dumpingware für den Weltmarkt. Japan erhofft sich besseren Zugang zum europäischen Automarkt. Weder Tier noch Menschen spielen eine Rolle. Die bäuerliche Kultur, sowohl in Japan, als auch hier in Deutschland kommt im wahrsten Sinne unter die Räder.

Der eigenständige Weg Japans in der Landwirtschaft darf nicht zerstört sondern muss erhalten werden. Vom japanischen bäuerlichen Selbstbewusstsein und Qualitätsverständnis kann Deutschland nur lernen. Deutschland muss den japanischen Weg in der Landwirtschaft gehen und endlich Qualität und Wertschätzung in den Mittelpunkt stellen, statt Massenexporte auf für den Weltmarkt.