Pressemitteilung: GAP

Geleakter EU-Kommissions-Vorentwurf birgt herbe Enttäuschungen

Der geleakte EU-Kommissions-Vorentwurf zur GAP Reform ist aus Sicht von Friedrich Ostendorff, Agrarsprecher der Grünen im Deutschen Bundestag, eine riesige Enttäuschung. Die gesellschaftlichen Erwartungen, dass die vielen Milliarden EU Steuergelder ab 2020 für mehr Klimaschutz, Tierschutz, Insektenschutz und vor allem auch für bäuerlich wirtschaftende Betriebe ausgegeben werden, sind überhaupt nicht aufgenommen worden. Stattdessen soll die unsägliche Struktur der 1. Und 2. Säulestruktur weitergeführt werden, das heißt, wer viel Fläche hat, dem wird gegeben.

Der Vorschlag, bei 60.000 Euro mit vollem vorherigen Lohnkostenabzug zu kappen ist zum Scheitern verurteilt, weil er praktisch die richtige Kappung aufhebt. Anstatt die Umverteilung auf die ersten Hektare wirksam zu stärken, tier- und umweltgerecht wirtschaftende Bauernhöfe zu helfen, sollen weiterhin die zwanzig Prozent größten Betriebe 80 Prozent der Steuergelder abgreifen können.

Diese himmelschreiende Ungerechtigkeit muss beendet werden.