Dürrehilfen müssen bei den Bedürftigen ankommen

Zu den laufenden Beratungen zwischen Bund und Ländern über die Ausgestaltung der Dürrehilfen für die Landwirtschaft erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

Die Umsetzung der Hilfszahlungen für die von der Dürre betroffenen Landwirte muss die tatsächlich bedürftigen Bäuerinnen und Bauern erreichen und darf nicht zum Geschenk für geschickte Trittbrettfahrer werden. Die angekündigte Bedürftigkeitsprüfung muss sicherstellen, dass die am meisten Betroffenen, etwa Futterbau- und Milchviehbetriebe, zügig Hilfen erhalten. Verhindert werden muss, dass insbesondere Agrarholdings sich arm rechnen und so zu Nutznießern dieser gesellschaftlichen Solidarleistung werden.

Sorge bereitet uns, dass Betriebe, die durch Anbauvielfalt und Lagerhaltung Vorsorge für schlechte Jahre getroffen haben und daher jetzt keine Bedürftigkeit nachweisen können, leer ausgehen und so für ihre Voraussicht bestraft werden. Hier muss die Bundesregierung Antworten geben, wie die Eigeninitiative bei der Risikovorsorge künftig honoriert werden soll.