Pressemitteilung: Ernteausfälle durch Trockenheit

Ernteausfälle durch Trockenheit treffen Bäuerinnen und Bauern hart

Zur Trockenheit in der Landwirtschaft erklärt Friedrich Ostendorff MdB, Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/ Die Grünen:

Die Trockenheit der vergangenen Wochen trifft die Bäuerinnen und Bauern hart. Die Lage ist vielerorts dramatisch. Ich befürchte massive Ertragsausfälle in vielen Betrieben, teilweise über dreißig Prozent bis hin zu Totalausfällen. Das geht hart ins Geld.

Julia Klöckner muss landwirtschaftlichen Betrieben jetzt dringend Liquiditätshilfen für die Überbrückung der Situation bereitstellen und die Länder müssen die ökologischen Vorrangflächen für die Futternutzung aufmachen.

Es trifft vor allem die leichten, sandigen Standorte, in denen die Wasserhaltefähigkeit fehlt. Dem wird mit Beregnung begegnet, aber das beeinträchtigt das Grundwasser sehr. Besonders Sommerkulturen und Qualitätsgetreide sind stark betroffen. Das Getreide geht in die Notreife und hat viel zu viel Schmachtkorn und niedrige Hektolitergewichte. Aber auch die Tiere leiden unter den Temperaturen und dem Mangel an Wasser. Die Weiden sind in vielen Betrieben schon trocken und braun und die Futtergrundlage gefährdet.

Die Zunahme von Trockenereignissen in den vergangenen Jahren ist charakteristisch für eine anhaltende Entwicklung. Die Vegetationszeit wird immer länger und Wetterextreme wie Trockenheit oder Starkregen nehmen immer mehr zu. Der Anbau von Sommerkulturen wird dadurch immer schwieriger. Das Risiko für die Landwirtschaft steigt. Wir müssen unsere Anbausysteme an diese Entwicklung anpassen. Der Ökolandbau muss Vorbild sein. Humusaufbau, gerade auf leichten Böden steigert die Wasserhaltefähigkeit und verbessert die Bodenstruktur und kann bei Trockenheit Reserven schaffen.